Am 11. und 12. Dezember 2025 fand im Rahmen des Master-Moduls „Diversität, Sprache und Inklusion als Herausforderung für die berufliche Aus- und Weiterbildung“ eine besondere Sonderveranstaltung statt. An beiden Tagen bereicherten herausragende Gastreferentinnen und -referenten das Programm mit spannenden Beiträgen und Projekteinblicken und boten den Studierenden wertvolle Perspektiven auf aktuelle Herausforderungen und Chancen inklusiver Bildung.
Prof. Dr. Silvia Pool Maag berichtete über das schweizerische (Berufs-)Bildungssystem und Studienergebnissen zu (Mehrfach-)Belastungen von Auszubildenden während der Berufsausbildung. Förderbedarfe wirken hier als Verstärker für Belastungen, die sich insbesondere im betrieblichen Teil der Ausbildung zeigen. Ein vertrauensvolles Klima zwischen Lehrkräften und SuS, frühzeitiges Nachfragen der Lehrkräfte sowie die konsequente Nutzung von niedrigschwelligen Beratungsangeboten können hier entgegenwirken, damit es nicht zu Ausbildungsabbrüchen kommt.
Einen sehr persönlichen und eindrucksvollen Beitrag leisteten die Bildungsfachkräfte des FAU Projekts Inklusive Bildung Bayern. Durch ihre offenen und authentischen Erfahrungsberichte zu Inklusions- und Exklusionserfahrungen entlang ihrer Bildungslaufbahnen schufen sie berührende, wachrüttelnde und nachdenklich stimmende Momente. Der interaktive und wertschätzende Austausch baute Berührungsängste ab und wurde von den Teilnehmenden als außerordentlich bereichernd erlebt.
Ein weiterer Höhepunkt war der Gastbeitrag von Evelyn Schlenk zum FAU Projekt SWING CAMPUS. Die Studierenden erhielten Einblicke in die Kultur, Sprache und Lebenswelt gehörloser Menschen und konnten erste Gebärden der Deutschen Gebärdensprache (DGS) erlernen. Für das Jahr 2026 sind hierzu ergänzende Materialien sowie Weiterbildungskurse für angehende Lehrkräfte geplant.
Die Sonderveranstaltung war geprägt von intensiven Impulsen, bewegenden Begegnungen und inspirierendem Austausch. Sie hinterließ bei allen Beteiligten nachhaltige Eindrücke und unterstrich die Bedeutung inklusiver Ansätze in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Ein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden und Teilnehmenden für ihr Engagement und ihre Offenheit.
